LEBENSGESCHICHTEN und ANSICHTEN
eines Christen

Ein ermutigender Zufall!

Während meiner Bremer Zeit wohnte ich zwei Jahre in einer christlichen Hausgemeinschaft (1988-1990). Nun ergab es sich, dass ich eine Verabredung im benachbarten Nienburg hatte. Zufällig erfuhr ich, dass Joachim K, Ältester der Bremer Pfingstgemeinde  und Leiter der Hausgemeinschaft dort im Sonntagmorgengottesdienst zu predigen hatte. Was lag näher als ihn zu fragen, ob er mich in seinem Wagen mitnehmen könnte:

„Ja, klar!“ entgegnete er. „Was hältst du davon, wenn du in der Gemeinde ein kleines Grußwort gibst? Schließlich kennen sie dich ja dort noch aus deiner Praktikumzeit!“ Ich überlegte kurz und stimmte zu: „Ja, warum nicht!?“

Und so überlegte ich mir am Vorabend der kleinen Unternehmung, welches Bibelwort ich für meine kleine Ansprache wählen könnte. Schließlich entschied ich mich für 1. Petrus 5, 6+7 : Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit. Indem ihr alle Sorgen auf ihn werft, denn er ist besorgt um euch!“

Am nächsten Morgen im Auto von Joachim sprachen wir über dies und jenes, nur nicht über den bevorstehenden Gottesdienst. Gegen zehn Uhr begann dann der Gottesdienst und ich sagte irgendwann mein Grußwort und einige Zeit später begann Joachim mit seiner Predigt. Und zwar folgendermaßen: „Liebe Gemeinde, wenn ihr gleich meinen gestern Abend ausgewählten Predigttext hören werdet, werdet ihr vermuten, dass Heiner und ich uns abgesprochen haben. Dies ist aber nicht der Fall!“

Ich schaute ihn von meinen Sitz aus überrascht an. Was kam denn jetzt? „Ich werde über 1. Petrus 5, 8+ 9 predigen: Seid nüchtern und wacht! Denn der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht wenn er verschlingen kann. Dem widersteht standhaft durch den Glauben!“

Da ich in der ersten Reihe saß konnte ich leider nicht in die Gesichter der anderen sehen. Aber vermutlich waren sie genauso verblüfft wie ich. Unabhängig voneinander hatten wir für unsere Ansprachen zwei nebeneinander stehende Bibelverse ausgewählt. Ein Sechser im Lotto war wahrscheinlicher als dieser „Zufall“, denn die Bibel ist nun mal ein Buch von etwa 1500 Seiten und ein paar Hunderttausend Versen. Offensichtlich sollte an diesem Morgen dort in der Gemeinde über diese Verse gepredigt werden!







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